natGAS-ERDGAS GLOSSAR

Von Anfang an hat natGAS seine Kompetenz in den Prozessen des liberalisierten Erdgasmarktes gestärkt und ausgebaut – eine wichtige Voraussetzung um im Wettbewerb zu wachsen.
Begriffe, die für Sie beim Gaseinkauf und bei der Gasbelieferung von Nutzen sein
können, finden Sie hier erläutert.
 


   Erdgas allgemein


   Erdgas ist ein brennbares Naturgas, das zu den fossilen Energieträgern
   gehört. Es handelt sich dabei um ein Gemisch aus Kohlenwasserstoffen,
   in dem Methan überwiegt, aber auch Ethan und Propan vorkommen. Der
   Methan-Anteil kann über 90 Prozent betragen. Entsprechend der Höhe des
   Methan-Anteils erfolgt eine Einteilung in zwei Gruppen: L-Gas (L für "low")
   hat einen niedrigeren, H-Gas (H für "high") einen höheren Methan-Anteil.


   Erdgas-Vorräte

   Die sicher gewinnbaren Weltgasreserven werden gegenwärtig auf gut
   140.000 Mrd. Kubikmeter =172,2 Mrd. t Steinkohleeinheiten (SKE) geschätzt.
   Auf der Basis des heutigen Welterdgasverbrauchs reichen die sicher
   gewinnbaren Reserven noch 65 Jahre. Nimmt man die zusätzlichen
   gewinnbaren Ressourcen hinzu - also Quellen, die heute aus Kosten-
   gründen noch nicht wirtschaftlich genutzt werden können - ergibt sich eine
   Reichweite von rund 170 Jahren.


   Erdgas-
   Vorkommen

 

   Das Erdgasaufkommen in Deutschland stammte im Jahr 2007 zu 15
   Prozent aus heimischen Bezugsquellen. Wichtigster ausländischer
   Lieferant war Russland mit einem Anteil von 37 Prozent. Die übrigen
   Mengen stammten aus Norwegen (26 Prozent) und den Niederlanden
   (18 Prozent).  Die restlichen vier Prozent verteilten sich auf Dänemark, 
   Großbritannien und andere Länder.


   Erdgas-Verbrauch

   Der deutsche Erdgasverbrauch sank 2008 um ein Prozent auf 930 
   (2007: 940) Mrd. kWh. Unterteilt nach Teilmärkten nahm der Verbrauch im
   Bereich der Industrie 2008 um rund fünf Prozent ab. Der Erdgasverbrauch
   der privaten Haushalte sowie der Gewerbe- und Diensteistungs-
   unternehmen (HuK-Sektor) blieb aufgrund des verminderten Verbrauchs
   von Heizgas durch  Energieeinsparmaßnahmen als Folge des hohen 
   Gaspreisniveaus in etwa unverändert. Der Erdgaseinsatz in Kraftwerken 
   erhöhte sich um 9 Prozent, insbesondere wegen der verstärkten Nutzung
   von Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung.
 

   Allokation

   Als Allokation wird die Zuordnung von Erdgasmengen mehrerer Parteien an
   einem Aus- und Einspeisepunkt bezeichnet.
 
 

  Ausspeisepunkt

 

   Ausspeisepunkte sind die Stellen eines Gastransportnetzes, an denen das
   Gas in die Leitungen der Kunden übergeben werden kann.

 

  Bereitstellungs-
  preis

 

   Der Gaspreis für Privathaushalte besteht aus einem Bereitstellungs- und
   Arbeitspreis. Der Bereitstellungs- oder Grundpreis steht für die Zur- 
   verfügungstellung der Versorgungsinfrastruktur einschließlich der Zähler
   beim Kunden. Über den Arbeitspreis wird die verbrauchte Menge erfasst 
   und verrechnet.

 

  BHKW

 

   Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung
   von elektrischer Energie und Wärme. Die Anlage wird vorzugsweise 
   dezentral am Ort des Wärmeverbrauchs betrieben. Als Antrieb können
   Diesel- oder Gasmotoren, aber auch Gasturbinen oder Brennstoffzellen
   verwendet werden. Gegenüber der herkömmlichen Kombination von
   lokaler Heizung und zentralem Kraftwerk ermöglicht die Nutzung der
   Abwärme bei der Stromerzeugung einen höheren Wirkungsgrad. Er liegt
   bei der Stromerzeugung zwischen etwa 25 und 50 %. Durch die ortsnahe
   Nutzung der Abwärme wird die eingesetzte Primärenergie insgesamt
   aber zu über 90 % genutzt. Blockheizkraftwerke können im direkten
   Vergleich bis zu 40 % Primärenergie einsparen.

 

  Bilanzkreis

 

   Der Bilanzkreis ist die Zusammenfassung einer beliebigen Anzahl von
   Einspeisepunkten oder Ausspeisepunkten in Gasversorgungsnetzen.
   Innerhalb eines Bilanzkreises soll die zur Verfügung gestellte und die
   abgenommene Erdgasmenge deckungsgleich sein. Das heißt, es soll an
   den Ausspeisepunkten die Menge Gas in der Leitung zur Verfügung stehen,
   die ein Kunde abnimmt. Da es in der Praxis jedoch häufig zu Abweichungen
   kommt, müssen diese Mengendifferenzen über Ausgleichsenergie
   aufgefangen werden. Zuständig dafür ist der jeweilige Netzbetreiber.

 
  Bilanzkreisverant-
  wortlicher
 

   Der Bilanzkreisverantwortliche – ein Netzbetreiber oder ein Dritter – hat die
   Aufgabe, innerhalb seines Bilanzkreises für eine ausgeglichene
   Leistungsbilanz zu sorgen.

 

  Biogas

 

   Ein Gemisch aus Methan, Wasserstoff, Kohlenstoffdioxid und Schwefel-
   wasserstoff, das bei der sauerstofffreien Vergärung von organischem
   Material, wie z.B. Biomüll, Klärschlamm, Speiseresten, Gülle oder 
   Energiepflanzen, entsteht.

 

  Brennwert

 

   Der Brennwert steht für die thermische Energie, die bei Verbrennung von
   Gas oder anderen Brennstoffen freigesetzt wird. Vereinfacht ausgedrückt,
   wird die thermische Energie oft als „Wärme“ bezeichnet. Der Brennwert
   gibt die Energie an, die bei vollständiger Verbrennung frei wird (im Gegen-
   satz zu Heizwert mit Wasserdampf und Abgase). Die Angabe erfolgt i.d.R.
   in Kilowattstunden (kWh) pro Kubikmeter (m3). Der Heizwert dagegen 
   berücksichtigt diese "versteckte" Wärme nicht. Er ist deshalb immer
   niedriger als der Brennwert. Bei Erdgas beträgt der Unterschied zwischen
   Brenn- und Heizwert elf Prozent.

 

  CNG

 

   CNG steht für Compressed Natural Gas. Erdgas wird durch hohen Druck
   komprimiert und auf diesem Wege vorrangig zum Betrieb von
   Erdgasfahrzeugen genutzt.

 

  Durchleitung

 
   Wesentlicher Bestandteil der Liberalisierung des Gasmarktes ist die Mög-
   lichkeit, Gas durch die Leitungen anderer Unternehmen zu tansportieren.
   Dazu müssen in jedem Fall die jeweiligen erforderlichen Bedingungen in
   einem Lieferantenrahmenvertrag geregelt werden. Er regelt rechtsverbind-
   lich die Rechte und Pflichten aller Beteiligten im Rahmen des Netzzugangs.
   Nach anfänglichen Behinderungen und Engpässen funktioniert die
   „Durchleitung“ weitgehend störungsfrei und trägt damit zur Belebung des
   Wettbewerbs bei.
 
 

  Durchleitungs-
  kosten

 

   Es handelt sich bei den Durchleitungskosten um die Kosten, die von den
   Netzbetreibern für den Transport von „fremdem“ Erdgas durch Ihre Netze
   erhoben werden. Die Entgelte werden von der Bundesnetzagentur über-
   wacht und genehmigt. Die Durchleitungskosten für Erdgas in Deutschland
   liegen nach einer Untersuchung des Bundesverbandes der Energie-
   abnehmer zwischen 0,21 und 1,18 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) –
   der Durchschnitt beträgt demnach 0,52 ct/kWh. (Stand November 09).

 

  Einspeisepunkt

 

   Als Einspeisepunkt wird der Punkt bezeichnet, an dem Erdgas in das
   Gastransportnetz eines Netzbetreibers übergeben wird.

 

  EEG

 

   Das EEG gehört zu einer ganzen Reihe gesetzlicher Maßnahmen, mit 
   denen die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern wie Erdöl, Erdgas
   oder Kohle und Kernkraftwerken in der Stromerzeugung verringert
   werden soll. Es sieht die Förderung der Nutzung alternativer Energien
   (Sonne, Wind etc.) vor, die ohne diesen Zuschuss nicht kostendeckend
   möglich wäre.

 

  Erdgaseinsatz

 

   Erdgas wird in Deutschland zur Erzeugung von Wärme in privaten wie
   gewerblichen Gebäudeeinheiten eingesetzt. In der Industrie dient der
   Energieträger vorrangig zur Erzeugung von Strom und Prozesswärme.
   Darüber hinaus wird Erdgas als Kraftstoff zum Betrieb von Fahrzeugen
   genutzt.

 

  Emissionen

 

   Aufgrund des niedrigen Kohlenstoffanteils des Erdgases ist der CO2-
   Anteil in den Abgasen, die bei der Verbrennung von Erdgas entstehen,
   im Vergleich zu anderen fossilen Energieträgern geringer.

 

  GABi-Gas

 

   Neue Regelung der Ausgleichsenergie für den Gasmarkt. Wesentlicher 
   Inhalt ist der Übergang von einer stündlichen Bilanzierung auf die Tages-
   bilanzierung. Der Basisbilanzausgleich entfällt ebenso wie die Möglichkeit
   des nachträglichen Differenzmengenausgleichs. Dafür können Kunden mit
   Tagesmengenbändern beliefert werden.

 

  GeLi-Gas

 

   GeLi-Gas beschreibt die zentralen Prozesse und den zugehörigen
   elektronischen Datenaustausch bei Wechsel des Gaslieferanten.

 

  Gasdruck

 

   Je nach Durchmesser einer Leitung schwankt der für den Transport
   erforderliche Druck erheblich. Während er bei großen überregionalen
   Transportleitungen bis zu mehr als 100 bar betragen kann, werden die
   Verteilleitungen zu den einzelnen Immobilien mit 30 bis 200 mbar betrieben.
   Aufgebaut wird der Druck in speziellen Verdichterstationen.

 

  Gasleitungsnetz

 

   Das Gasleitungsnetz umfasst in Deutschland eine Länge von rund 397.000
   km (ohne Industrie). Davon sind gut 341.000 km Gasverteilnetze, die
   restlichen über 56.000 km sind Fernleitungsnetze.

 
  Gaswirtschaftsjahr
 

   Das Gaswirtschaftsjahr beginnt am 1. Oktober, 6:00 Uhr Ortszeit, eines
   Kalenderjahres und endet zum 1. Oktober, 6:00 Uhr Ortszeit des Folgejahres.

 

  GuD

 

   In einem Gas-und-Dampfkraftwerk dient eine Gasturbine als Wärme-
   quelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als
   Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt. Mit dieser kombinierten
   Fahrweise wird ein höherer Wirkungsgrad als in konventionell befeuerten
   Gaskraftwerken erzielt. GuD-Kraftwerke gehören mit Wirkungsgraden von
   bis zu ca. 60 % zu den derzeit effizientesten, mit fossiler Energie
   betriebenen Kraftwerken.

 

  H-Gas

 

   Hochkalorisches Erdgas besitzt ein Brennwert von rund 11,5 kWh pro m³.
   Im Gegensatz dazu handelt es sich bei L-Gas um niedrigkalorisches
   Erdgas mit einem Brennwert von rund 10 kWh pro m³. Die Unterscheidung
   der beiden Gasarten ist von Bedeutung, da Gasgeräte entsprechend
   eingestellt werden müssen. Allerdings ist es auch möglich, die Gas-
   qualitäten so zu verändern, dass sie dem gewünschten Anforderungsprofil
   entsprechen.

 

  Heizwert

 

   Der Heizwert ist das Maß für die bei der Verbrennung von Gas maximal
   erzielbare Wärmeenergie. Angegeben wird der Heizwert in Kilojoule pro
   Kilogramm. Der Heizwert von Erdgas liegt bei unter 10 kWh pro m³ Gas
   (h-Gas).

 

  KWK

 

   Die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von
   mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in Elektrizität
   umgewandelt wird, und nutzbarer Wärme für Heizzwecke oder Prozess-
   wärme. In den meisten Fällen stellen KWK-Kraftwerke Fernwärme für die
   Heizung öffentlicher und privater Gebäude bereit, oder sie versorgen als
   Industriekraftwerk Betriebe mit Prozesswärme. Gefördert werden KWK-
   Anlagen durch einen gesetzlich geregelten Zuschuss.

 

  Liberalisierung

 

   Der deutsche Gasmarkt ist durch die Energierechtsnovelle im Jahr 1998
   für den Wettbewerb geöffnet worden. Ergänzende Regelungen für die
   Marktöffnung enthielt die Energierechtsnovelle 2003. Durch das Zweite
   Gesetz  zur Neuregelung des Energiewirtschaftsgesetzes vom 7. Juli 2005
   wird die EU-Richtlinie 2003/55/EG vom 26. Juni 2003 in deutsches Recht
   umgesetzt. Sie fordert, dass spätestens ab 1. Juli 2007 jeder europäische
   Bezieher von Energie, also Haushalte wie Industrie, auf einen komplett
   liberalisierten Markt zugreifen können. Ziel ist, dass möglichst viele Teile
   der Lieferkette dem freien Wettbewerb unterliegen  und die Verbraucher
   über den Wettbewerb zu den günstigsten Konditionen marktgerecht
   versorgt werden.

 

  Lieferverträge

 

   Gaslieferverträge sind auf der gesamten „Kette“ vom Bohrloch bis zum
   Endverbraucher zu finden. Sie regeln Menge, Qualität, Lieferzeitpunkt und
   Preise. Nicht zuletzt durch die Aktivitäten des Bundeskartellamtes sind die
   Lieferkonditionen zwischen Importeuren und weiterverteilenden Stadt-
   werken deutlich kurzfristiger und flexibler geworden, was für positive Wett-
   bewerbsimpulse sorgt.

 

  LNG

 

   LNG (liquefied natural gas) ist auf -161 bis -164 °C abgekühltes ver-
   flüssigtes Erdgas und weist etwa 1/600stel des Volumens von Erdgas in
  Gasform auf.  Daher hat LNG besonders im Transport und der Lagerung
   Vorteile. Es kann auf der Straße, der Schiene und auf dem Wasser
   transportiert werden. Bislang spielt diese Art des Transportes aber eine
   eher untergeordnete Rolle, da für die aufwändige Verflüssigung etwa 10
   bis 25 Prozent des Energieinhaltes des Gases benötigt werden. Liegen
   die zu überbrückenden Distanzen zwischen Erdgasquelle und Verbraucher
   unter 2.000 Kilometern, sind der Transport per Erdgaspipeline bzw. als
   verdichtetes Erdgas (CNG) wirtschaftlicher.

 

  LPG

 

   LPG  steht für Flüssiggas (Liquefied Petroleum Gas). Im Unterschied zu  
   LNG besteht es aus Propan, Butan und deren Gemische, die bei
   Raumtemperatur unter vergleichsweise geringem Druck flüssig bleiben
   (daher auch Low Pressure Gas genannt). Es fällt als Nebenprodukt der
   Erdölraffinierung an. Neben Heiz- und Kochzwecken dient LPG auch als
   Treibstoff für Fahrzeuge mit Ottomotor.

 

  Marktgebiet

 

   Bei Marktgebieten handelt es sich um eine Zusammenfassung von
   Teilnetzen, in denen vereinfachte Transportbedingungen gelten. Die Zahl
   der Marktgebiete ist in Deutschland über die Jahre rückläufig, was den
   Wettbewerb belebt hat. Derzeit gibt es in Deutschland zwei Marktgebiete
   für Erdgas.

 

  Nominierung

 

   Die Anmeldung bei einem Netzbetreiber, dass innerhalb einer bestimmten
   Zeit eine bestimmte Menge Erdgas durch seine Leitungen transportiert
   werden soll.

 

  Ölpreisbindung

 

   Die Ölpreisbindung ist eine internationale brancheninterne Vereinbarung
   zwischen ausländischen Produzenten und deutschen Importeuren. Bei der
   Gestaltung der Preisbindung gibt es verschiedene Varianten, z.B. die
   Bindung an Rohölsorten oder an Produkte wie Heiz- oder Schweröl). In der
   Regel hat Erdgas deshalb gegenüber Öl eine um drei bis sechs Monate
   verzögerte Preisentwicklung. Die Preisanpassungen erfolgen in einem
   quartalsweisen oder halbjährlichen Rhythmus. Mit der Entwicklung von
   Energiebörsen und der Zunahme von Händlern als Folge der Marktöffnung
   hat die Ölpreisbindung an Bedeutung verloren. Im Rahmen bedarfsgerecht
   aufgestellter Portfolien wird die Erdgasversorgung immer flexibler.

 

  Portfolio

 

   Optimierung der Erdgasbeschaffung durch den flexiblen Kauf unterschied-
   licher Mengen an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen
   Zeitpunkten. Auf diese Weise lassen sich Preisvorteile beim Einkauf
   realisieren. Unternehmen können ein Portfolio in „Eigenregie“ aufbauen
   oder als Dienstleistung über einen externen Spezialisten.

 

  Speicher

 

   Speicher dienen dazu, Ungleichgewichte zwischen Angebot/Förderung und
   Nachfrage/Verbrauch abzufedern sowie zur Erhöhung der Versorgungs-
   sicherheit beizutragen. In der Regel werden Erdgasspeicher in warmen
   Sommermonaten (Mai-Oktober), wenn der Gasbedarf niedriger ist, befüllt
   und in den Wintermonaten (November-April) zur Deckung von Mehrbedarf
   entleert. Die gängigsten Formen sind unterirdische Poren- und Kavernen-
   speicher. In Deutschland gibt es derzeit 47 Untertagespeicher mit einem
   Gesamtvolumen von mehr als 20 Milliarden m³.

 
  Virtueller
  Handelspunkt
 

   Am Virtuellen Handelspunkt  können Gasmengen nach der Einspeisung
   und vor der Ausspeisung innerhalb eines Marktgebietes gehandelt werden.
   Der Virtuelle Handelspunkt ermöglicht somit den Kauf oder Verkauf von
   Gasmengen ohne Kapazitätsbuchung sowie die Übertragung von
   Gasmengen zwischen Bilanzkreisen.

 

  Wirkungsgrad

 

   Der Wirkungsgrad bezeichnet das Verhältnis von abgegebener Leistung zu
   zugeführter Leistung.

 
  Zwei-Vertrags-
  Modell
 

   Nach dem Zwei-Vertrags-Modell brauchen Gaslieferanten für den Transport
   ihres Gases nur noch eine Einspeise- und eine Entnahmegebühr zu
   entrichten. Vorher mussten Gasversorger mit jedem Gasnetzbetreiber
   entlang der Transportstrecke gesonderte Durchstellungsverträge
   vereinbaren. Die daraus resultierenden Kosten erschwerten einen freien
   Wettbewerb auf dem Gasmarkt. Beim Zweivertrags- oder auch Entry-Exit-
   Modell ist die Länge des Transportweges irrelevant. Das Gas kann an jeder
   beliebigen Stelle und zeitversetzt für die vor Ort gültige Gebühr entnommen
   werden.

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