Im Jahre 2010 speisten 44 Erzeugungsanlagen rund 270 Millionen Kubikmeter Biogas in das Gasversorgungsnetz ein. Dies geht aus dem ersten Biogas-Monitoring-Bericht hervor, den die Bundesnetzagentur im Juni veröffentlichte. Damit wurde das Einspeiseziel von sechs Milliarden Kubikmetern im Jahr 2020 erst zu 4,5 Prozent erreicht. Laut der Bonner Behörde ist dafür eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Produktionskosten von Biogas und den Marktpreisen von fossilem Erdgas verantwortlich. 2010 betrugen die durchschnittlichen Herstellungskosten für Biogas 6, 2 Cent/kWh, bei einer Streubreite zwischen 1,3 Cent/kWh und 9,3 Cent/kWh. Zum Vergleich: Der Grenzübergangspreis für eine Kilowattstunde importiertes Erdgas lag laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle im Dezember letzten Jahres bei rund 2,30 Cent/kWh. Dass weiterer Aufholbedarf bei Biogas besteht, wird auch bei einem Blick auf den Anteil deutlich, den von Biogas am gesamten Gasverbrauch hat. So steht den 270 Millionen Kubikmetern Biogas im Jahre 2010 eine Gesamtgasnachfrage von mehr als 90 Milliarden Kubikmetern gegenüber.