Erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke (BHKW) sind ideal für die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme in Eigenregie, insbesondere für Firmengebäude, Hotels, Gaststätten, Pflegeheime, Krankenhäuser und öffentliche Einrichtungen. Ein gutes Beispiel dafür ist das familiengeführte Hotel Alt-Connewitz in Leipzig, in dem kürzlich ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk installiert wurde.
Das Erdgas wird bei Blockheizkraftwerken zur Stromerzeugung verwendet. Ein spezieller Gas-Verbrennungsmotor treibt einen Generator zur Stromerzeugung an. Die mechanische Energie des Motors wird in elektrische Energie umgewandelt. Die dabei entstehende Abwärme wird für das Heizungssystem des Gebäudes ausgekoppelt und sorgt so gleichzeitig für warmes Wasser.
Blockheizkraftwerke sind kompakte Anlagen, die als dezentrale Energieerzeuger bequem in einen Keller passen. Mini-BHKWs sind sogar so klein, dass sie für Privathaushalte geeignet sind. Blockheizkraftwerke müssen technisch so dimensioniert sein, dass sie die Grundlast an Wärme im Sommer und in den Übergangszeiten sicherstellen. Ein Zusatzbrenner sorgt für den Spitzenwärmebedarf in der kalten Winterzeit. Die Wärme- wird von der Stromlieferung durch einen Wärmespeicher entkoppelt (Kraft-Wärme-Kopplung).
Die Vorteile von Blockheizkraftwerken sind vielfältig:
• Technik: Der Wirkungsgrad der geräuscharmen Anlagen liegt durch die dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung bei über 90 Prozent. Die Leistung kann flexibel reguliert und an den saisonalen Bedarf angepasst werden. Bestandsanlagen sind nutzbar.
• Wirtschaftlichkeit: Dadurch dass der Strom selbst produziert wird und Überschüsse an das öffentliche Netz gegen Entgelt abgegeben werden, amortisieren sich die Investitionen in eine langlebige Anlage recht schnell. Für selbst erzeugten Strom entfällt nicht nur die Stromsteuer (2,05 Cent pro kWh), es wird sogar ein KWK-Zuschlag von 5,11 Cent pro kWh gezahlt. Ist der Jahresnutzungsgrad der BHKW-Anlage größer als 70 Prozent, werden für das eingesetzte Erdgas 5,5 Cent pro kWh Energiesteuer erstattet.
• Umweltschutz: Der Primärenergieverbrauch kann bis zu 40 Prozent und der CO2-Ausstoß bis zu 50 Prozent reduziert werden.
• Fördermittel: Für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) gibt es seit Anfang 2009 die Möglichkeit, Energiesparinvestitionen, wie z. B. die Installation eines Blockheizkraftwerkes als Ersatz für eine alte Heizungsanlage, im Rahmen des ERP-Umwelt- und Energieeffizienzprogramms staatlich fördern zu lassen.
Blockheizkraftwerke mit Verbrennungsmotoren werden z. B. von Honda oder Vaillant angeboten.