oder energetisch sanieren möchten, sollten den Einbau einer Erdgas-Brennwertanlage überlegen und kalkulieren. Sie decken kosten- und umweltschonend den Leistungsbedarf für Heizung und Warmwasser. Öffentliche Fördermittel erleichtern zudem die Finanzierung von Investitionen.
Funktionsweise von Brennwertanlagen
• Im ersten Schritt wird bei der Erdgas-Brennwertheizung der Brennstoff (Gas) mit Feuerungstechnik in Wärme umgesetzt. Der Gasbrenner wird dabei über die Gasleitung mit Erdgas versorgt und über eine elektronische Regelung witterungsabhängig gesteuert. Für den Verbrennungsvorgang wird Luft entweder aus dem Heizungsraum oder von außen zugeführt.
• Im zweiten Schritt wird mit einem Wärmetauscher die im Abgas enthaltene (fühlbare) Wärme zurückgewonnen. Moderne Brennwerttechnik nutzt zudem die bei der Kondensation des Wasserdampfes freigesetzte (latente) Wärme.
Wirtschaftliche und ökologische Vorteile
• Erdgas-Brennwertanlagen benötigen bei raumluftunabhängiger Betriebsweise keinen separaten Raum. Die Gaskessel arbeiten mit Verbrennungsluft, die über ein Rohr von außen kommt. Die Gastherme im Kühlschrankformat kann so platzsparend in jedem beliebigen Raum aufgestellt werden. Bodenständige Geräte haben dabei eine Leistung von mehr als 10.000 kW.
• Effiziente Brennwerttechnologien reduzieren den CO2-Ausstoß im Vergleich zu Standardheizkesseln um über 50 Prozent. In Kombination mit Bioerdgas und Solartherme verstärkt sich dieser ökologische Effekt.
• Nach Angabe der Initiative Erdgas amortisieren sich die Investitionen in moderne Erdgas-Brennwertanlagen bereits nach weniger als fünf Jahren. Dieses erstaunliche Ergebnis hat die Studie „IEU-Modernisierungskompass“ des Instituts für Gebäudeausrüstung ergeben.
Fördermöglichkeiten von Heizungsanlagen
Das Marktanreizprogramm zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmebereich wurde von der Bundesregierung im März 2010 zunächst mit einer Haushaltssperre belegt. Am 7. Juli 2010 wurde es vom Haushaltsausschuss des Bundestags jedoch wieder mit einem Förderbudget von knapp 450 Millionen Euro für 2010 freigegeben. Allerdings werden keine Neubauten mehr gefördert.
Weitere Förderprogramme für den Um- oder Neubau von Heizungsanlagen gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW).
Weitere Informationen: www.bafa.de