Energiemanagementsystem

    02.09.2010
     

    Vom Qualitäts- und Umweltmanagement kennt man seit geraumer Zeit zertifizierte Managementsysteme. Nun wurde von der europäischen Normungsorganisation CEN mit der DIN EN 16001 eine Norm für Energiemanagementsysteme erarbeitet. Sie ist Vorläufer der Ende 2010 kommenden, dann weltweit gültigen Norm ISO 50.001 und soll die Energieeffizienz in Organisationen verbessern. Die DIN 16001 basiert – wie das Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 - auf dem Regelkreis PDCA (plan, do, check, act).

    Plan (Zielplanung)

    • Wo wollen wir hin? Die Energiepolitik eines Unternehmens beschreibt die strategischen Visionen und Grundsätze der betrieblichen Energienutzung und Verbesserung der Energieeffizienz. Sie ist schriftlich dokumentiert und öffentlich zugänglich. Während die Energiepolitik globale Absichten beschreibt, sind die betrieblichen Energieziele operativ und messbar.
    • Wie wollen wir unsere Ziele erreichen? Der Maßnahmenplan setzt sich aus den Ergebnissen der Energieanalyse (gegenwärtige und prognostizierte Energieverbräuche, Energiekosten, Emissionen) und den daraus abgeleiteten Maßnahmen zusammen.

    Do (Umsetzungsplanung)

    • Wer macht was? Im Umsetzungsplan von Energiemanagementsystemen werden die notwendigen personellen, technischen und finanziellen Ressourcen beschrieben. Sie sind vom Top-Management sicherzustellen. Ein Energiemanager – in Analogie zum Qualitätsmanagementbeauftragten – ist zu benennen.
    • Wer muss was können? Alle Mitarbeiter eines Unternehmens, die die Energienutzung wesentlich beeinflussen, müssen die notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen für ein professionelles Energiemanagement haben. Das Top-Management sorgt dafür, dass Defizite durch Ausbildungs- und Schulungsmaßnahmen geschlossen werden.
    • Wer braucht welche Informationen? Mitarbeiter müssen die Ziele, Planungen und den Stand des betrieblichen Energiemanagements kennen. Dazu notwendige Informationen sind bereitzustellen. Dazu gehört auch eine aktuelle Dokumentation, die dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird.

    Check (Überprüfung)

    Die Energieverbräuche und Effizienzsteigerungsprogramme müssen regelmäßig kontrolliert, die Einhaltung der Rechtsvorschriften geprüft und Abweichungen vom Plan untersucht werden.

    Act (Verbesserung)

    Das Top-Management sorgt für eine kontinuierliche Verbesserung des Energiemanagementsystems. Die Einhaltung der Norm wird durch zugelassene Zertifizierungsstellen regelmäßig bestätigt (zertifiziert).

    Quelle: www.cen.eu
     

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