Energieverbrauch

    03.01.2012
     

    Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) ist der Energieverbrauch in 2011 gegenüber 2010 um knapp fünf Prozent zurückgegangen. Dabei verlief die Entwicklung der einzelnen Energieträger unterschiedlich. So blieben Erdgas, Mineralöl und Kernenergie hinter den Vorjahreswerten zurück, während die erneuerbaren Energien und Braunkohle  - in der Stromerzeugung - zulegen konnten. Trotz guter Konjunktur machte sich vor allem beim Erdgas das mildere Wetter bemerkbar. In der Folge ging der Absatz aufgrund der geringeren Nachfrage im Wärmemarkt um rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr auf umgerechnet 766 Milliarden Kilowattstunden zurück. Erfreulicher verlief der Einsatz von Erdgas in Kraftwerken. Hier hat sich der Absatz nach den Ausführungen der AGEB nach einem Rückgang in der ersten Jahreshälfte in den zweiten sechs Monaten stabilisiert.

     

    Infolge des Ausstiegs aus der Kernenergie, des Wachstums bei den erneuerbaren Energien und den Witterungseinflüssen hat sich der Energie-Mix in Deutschland verändert. Wichtigster Primärenergieträger ist in 2011 nach wie vor Mineralöl mit einem Anteil von 33,8 Prozent (2010: 33,4 Prozent) gefolgt von Erdgas mit einem Anteil von 20,6 Prozent (2010: 21,8 Prozent). Der Anteil der Steinkohle stieg von 12 Prozent in 2010 auf 12,6 Prozent in 2011, der Anteil der Braunkohle nahm im gleichen Zeitraum von 10,7 Prozent auf 11,7 Prozent zu. Die erneuerbaren Energien verbesserten sich um 0,9 Prozentpunkte auf 10,8 Prozent, und die Kernenergie sank von 10,9 Prozent auf 8,8 Prozent.


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