Energieverbrauch

    30.11.2010
     

    Dank der konjunkturellen Erholung und der kalten Wintermonate zu Jahresbeginn rechnet die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen für das Jahr 2010 mit einem vier Prozent höheren Energieverbrauch. Damit liegt die Zunahme sogar über dem diesjährigen Wirtschaftswachstum, das mit 3,5 Prozent prognostiziert wird.
     
    Die Verbrauchszahlen spiegeln diese Entwicklung wider. So erhöhte sich der Erdgasverbrauch um fünf Prozent auf  119,0 Mio. Tonnen Steinkohleeinheiten (SKE). Besonders für die Stromproduktion wurde im ersten Halbjahr 2010 deutlich mehr Erdgas als im Vorjahr eingesetzt. Spitzenreiter ist die Steinkohle, deren Verbrauch gegenüber dem Vorjahr um 22,5 Prozent auf 43,6 Mio. SKE zugenommen hat. Konjunkturbedingt steigerte die inländische Eisen- und Stahlindustrie ihren Koks- und Kohleverbrauch um mehr als ein Drittel. Auch für die Stromerzeugung wurde mehr Kohle eingesetzt. Der Verbrauch von Braunkohle ist unverändert. Der Mineralölabsatz verringerte sich nur geringfügig. Die Verbraucher bestellten weniger Heizöl, was durch eine höhere Nachfrage nach Rohbenzin und Flüssiggas von Seiten der Industrie fast ausgeglichen werden konnte.

    Der gestiegene Energieverbrauch wird auch in 2010 zu einem höheren  CO2-Ausstoß führen. Der Anteil an erneuerbaren Energien ist mit 9,1 Prozent am Primärenergieverbrauch noch immer gering und es gibt keine nennenswerten Veränderungen hin zu CO2-armen Energien. Lediglich bei Biogas und Photovoltaik konnten deutliche Zuwächse verzeichnet werden. Die Stromerzeugung aus Wind- und Wasserkraft ging hingegen zurück.

    Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.
     

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