Im Rahmen der Energiewende muss auch der Mobilitätsbereich seinen Beitrag leisten. Von den rund 777 Millionen Tonnen CO2, die im Jahre 2010 in Deutschland insgesamt emittiert wurden, entfallen etwa 150 Millionen Tonnen auf den privaten wie gewerblichen Verkehr zu Lande, auf dem Wasser und in der Luft. Zwar wird viel über Elektromobile gesprochen, doch gehen nahe alle Experten davon aus, dass das politische Ziel von einer Million Elektroautos im Jahre 2020 kaum zu erreichen sein dürfte. Schnelle Effekte sind dagegen über Erdgas betriebene Fahrzeuge möglich. Und die Voraussetzungen für eine weitere Verbreitung sind nicht schlecht. Derzeit gibt es in Deutschland etwa 75.000 Erdgas-Fahrzeuge und eine flächendeckende Versorgungsinfrastruktur mit rund 900 öffentlichen Tankstellen. Im direkten Vergleich verursacht Erdgas bis 25 Prozent weniger CO2-Emissionen als Benzin. Ähnlich sieht es beim Dieselkraftstoff aus, wo das Minderungspotenzial mehr als 30 Prozent betragen kann. Wird Erdgas aus nachwachsenden Rohstoffen getankt, sinkt der CO2-Ausstoß sogar um bis zu 97 Prozent. Hinzu kommt, dass Erdgas als Kraftstoff einen Steuervorteil besitzt. So kann der Autofahrer mit Erdgas im Gegenwert von 10 Euro rund 220 Kilometer weit fahren, während er mit Diesel 164 Kilometer und mit Benzin 103 Kilometer zurücklegt. Darüber hinaus steht mittlerweile für gewerbliche Fuhrparkbetreiber wie für Privatpersonen eine breite Palette ausgereifter Fahrzeugmodelle zur Verfügung. Wie attraktiv Erdgas in der Mobilität ist, zeigt sich nicht zuletzt auch daran, dass nicht nur zunehmend Stadtwerke in Deutschland sondern auch Großstädte wie Madrid, Rom und Barcelona bei ihren kommunalen Fahrzeugen auf die Energie setzten.