Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH hat im Auftrag von Greenpeace eine Studie erstellt, wie der Weg zu einer Stromvollversorgung durch regenerative Energie aussehen kann. Das Ergebnis ist eindeutig: Erdgas sei der einzige konventionelle Energieträger, der als Brücke ins Zeitalter der erneuerbaren Energien noch gebraucht werde. Die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken und der Bau von neuen Kohlekraftwerken gefährden dagegen den notwendigen Wandel der Energieversorgung in Deutschland in Richtung regenerative Energien.
Die Energieexperten fordern daher ein Energiekonzept, das einen verstärkten Einsatz von Erdgas in Kraft-Wärme-Kopplung, eine Laufzeitverkürzung für Atomkraftwerke bis 2015 und einen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2040 vorsieht. Anders als Uran und Kohle biete Erdgas eine Reihe von Vorteilen. Gaskraftwerke gleichen Stromschwankungen bei erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne optimal aus, da sie flexibel regelbar sind. Gaskraftwerke eignen sich zudem hervorragend zur Kraft-Wärme-Kopplung. Ihre Energieeffizienz verringert nicht nur Brennstoffkosten, sondern auch die Abhängigkeit vom Kohleimport. Auch sind die Baukosten von Gas- gegenüber Kohlekraftwerken nur halb so hoch, so dass sie auch bei geringer Auslastung wirtschaftlich arbeiten können. Schließlich stoßen sie nur halb so viel klimaschädliches Kohlendioxid aus.
Die Experten des Wuppertal Instituts sehen die Erdgasversorgung Deutschlands für die nächsten Jahrzehnte aus mehren Gründen gesichert: Einsparpotenziale im Wärmemarkt, alternative Versorgungsrouten (z. B. Ostseepipeline) sowie neue Optionen wie LNG und Biogas.
Quelle: www.wupperinst.org