Erdgas in NRW

    23.11.2010
     

    In Deutschland sollen riesige Vorkommen an Erdgas lagern, die nun von internationalen Konzernen erkundet werden. In Nordrhein-Westfalen (NRW) und Niedersachsen wird derzeit mit Probebohrungen nach Schiefergas gesucht. Es wird vermutet, dass die Vorkommen annähernd so groß sind wie die bislang herkömmlichen Erdgasmengen. Da sich Deutschland nur zu zwanzig Prozent selbst versorgen kann, könnte das neue Schiefererdgas eine Nachfragelücke schließen.

    Eine neue Fördertechnik macht es möglich, das in Schiefergestein gebundene Gas zu fördern. Beim sogenannten Fracking wird in eine Tiefe von bis zu 3000 Metern gebohrt und mit Hochdruck Flüssigkeit in das Schiefergestein gepumpt. Durch den Druck werden feine Risse im Gestein erzeugt, wodurch das Gas freigesetzt und an die Oberfläche befördert werden kann. Da dem Wasser jedoch Chemikalien zugesetzt werden, sind Umweltschützer um die Reinheit des Trinkwassers besorgt. Offensichtlich gibt es aber noch gesetzliche Lücken und technische Unklarheiten. Amerikanische Gasfördergesellschaften halten dagegen: Fracking sei mehrfach erprobt und ökologisch unbedenklich.

    Es ist derzeit noch nicht klar, ob die Schiefergaskonzentration überall so hoch ist, dass sich die Förderung lohnt und wirtschaftlich ist. Bei den derzeitigen Probebohrungen geht es darum, Gasvorkommen mit hochkonzentrierten Gasen zu finden. Genaue Informationen darüber wird es erst in zwei Jahren geben. Eine kommerzielle Förderung wird frühestens in fünf Jahren möglich sein.

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