Zu einer Belastung für viele mittelständische Unternehmen entwickeln sich die Benzinpreise. Die Kosten des Fuhrparks steigen. Manche Firmen setzen daher auf Erdgasautos und schulen ihre Mitarbeiter, wie Sprit eingespart werden kann
Für Unternehmen mit einem regen Fahrbetrieb kann sich ein Umstieg auf Erdgasautos lohnen. Aufgrund der deutlich niedrigeren Besteuerung liegt der Preis für das umweltfreundlichere Erdgas an der Zapfsäule etwa 50 Prozent unter dem Benzin- und circa 30 Prozent unter dem Dieselpreis. Erdgasfahrzeuge fahren mit CNG (Compressed Natural Gas) oder LNG (Liquified Natural Gas). Ihre CO2-Emmissionen liegen um rund 25 Prozent unter denen herkömmlicher Benziner.
Nachteilig sind jedoch die hohen Anschaffungskosten. Bei einem Neuwagen mit Erdgasantrieb müssen Sie je nach Modell mit einem Aufpreis von 2.500 bis 4.000 Euro im Vergleich zu einem Benziner rechnen. Eine Umrüstung ist noch teurer. Zwischen 2.500 und 5.500 Euro kostet ein Umsatteln von Benzin auf Erdgas. Der ADAC hat aber gezeigt, dass sich ein Umrüsten häufig nach über 50.000 Kilometern amortisiert. Die Umrüstung lohnt sich bei Spritfressern am ehesten.
Weitere Fahrregeln für Ihre Mitarbeiter:
• Verzichten Sie auf kurze Fahrten. In der Kaltstartphase auf den ersten vier Kilometern verbrauchen Autos umgerechnet 30 bis 40 Liter pro 100 Kilometer.
• Geben Sie beim Beschleunigen ordentlich Gas. Wichtig ist aber, dass Sie die Gänge beim Beschleunigen nicht hochziehen, sondern frühzeitig - spätestens bei einer Drehzahl von 2000 Upm - in den höheren Gang schalten. Besonders im ersten Gang schluckt Ihr Auto viel Benzin, deshalb sollten Sie beim Anfahren schon nach einer Wagenlänge in den zweiten Gang heraufschalten.
• Fahren Sie vorausschauend und vermeiden Sie damit unnötiges Abbremsen und Beschleunigen. Halten Sie genügend Abstand zum vor Ihnen fahrenden Fahrzeug. Denn je enger der Abstand, umso häufiger sind Sie gezwungen, Ihre Geschwindigkeit anzupassen.
• Ab einer Geschwindigkeit von etwa 100 Km/h steigt der Benzinverbrauch überproportional. Ein Tempo zwischen 100 Km/h und 130 Km/h auf der Autobahn ist ideal, auch um häufiges Abbremsen und Beschleunigen zu verhindern.
• Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Reifendruck. Ein zu niedriger Reifendruck kostet bares Geld. Nehmen Sie die Richtgröße, die der Hersteller empfiehlt. Sie finden diese Information meistens an der Innenseite der Tankklappe oder der Fahrertür.
• Verringern Sie den Luftwiderstand und das Gewicht. Entfernen Sie überflüssiges Gepäck, das seit Tagen im Kofferraum mitfährt.
• Synthetische Leichtlauföle bringen in der Kaltstartphase eine Kraftstoffersparnis von bis zu fünf Prozent.