Gas im Energiemix

    25.08.2011
     

    Bedingt durch den Ausstieg aus der Kernenergie fallen aktuell fünf vor 1980 in Betrieb gegangene Kraftwerke aus. Zusammen verfügen sie über eine Netto-Stromerzeugungsleistung von rund 5.000 Megawatt. Hinzu kommen noch Biblis B (1.240 MW), dass Ende Februar aufgrund von Revisionsarbeiten vom Netz ging, sowie die bereits 2007 und 2009 aufgrund technischer Mängel abgeschalteten Brunsbüttel (771 MW) und Krümmel (1.346 MW). Bezogen auf die Gesamtkapazität aller deutschen Kernkraftwerke in Höhe von 20.500 Megawatt ergibt sich dadurch ein Anteil von rund 40 Prozent, der nicht mehr zur Verfügung steht. Weitere Kapazitäten entfallen mit dem fortschreitenden Ausstieg.

     

    Unter Experten ist unstrittig, dass die entstehende Lücke mittelfristig nicht durch den Ausbau der erneuerbaren Energien kompensiert werden kann. Gute Chancen, sie zu füllen, haben moderne Gaskraftwerke, idealer Weise in Kombination mit der Kraft-Wärme-Kopplung. Sie sind effizient, haben hohe Akzeptanzwerte in der Bevölkerung und sind vergleichsweise schnell zu errichten. Von daher dürfte Gas klare Perspektiven in der Stromerzeugung haben. Problematisch ist allerdings, dass die Betriebsstunden der Anlagen durch die erneuerbaren Energien mit ihrem Einspeisevorrang begrenzt werden. Hier ist die Politik gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich Investoren auch in Anbetracht stark fluktuierender Sonnen- und Windenergie für Gaskraftwerke engagieren.


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