Laut den Erhebungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen ging der Erdgasabsatz in Deutschland im ersten Halbjahr 2011 um gut acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Ursächlich für diese Entwicklung waren Verbrauchsrückgänge bei den Privathaushalten infolge der vergleichsweise milden Witterung. Auch die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung lag unter dem Wert von 2010. Ein stärkerer Einsatz in der Industrie aufgrund der guten Konjunktur konnte die Verluste nicht kompensieren. Innerhalb der einzelnen Primärenergieträger musste Erdgas damit nach der Kernenergie die größten Einbußen hinnehmen. Leichte Gewinne konnten lediglich die Braunkohle mit plus 1,1 Prozent und die Erneuerbaren Energien mit plus 1,6 Prozent erzielen. Der gesamte Primärenergieverbrauch ging in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 3,2 Prozent zurück.