Im Rahmen der Energiewende spielt der Ausbau der Gas- und Stromnetze eine zentrale Rolle. Es gilt, mit einer leistungsfähigen Infrastruktur Schwankungen auszugleichen, die bei der unregelmäßigen Einspeisung von Energie aus regenerativen Quellen entstehen. Eine Leitlinie bildet der Nationale Netzentwicklungsplan, der erstmals für das Jahr 2012 vorzulegen ist. Die Fachzeitschrift EID, Energie-Informationsdienst, meldet jetzt, dass der Netzentwicklungsplan Gas aller Voraussicht nach von der Bundesnetzagentur genehmigt werden wird. Er sieht im Wesentlichen Investitionen von 2,2 Milliarden Euro bis 2022 vor. Sie sollen vor allem Gaskraftwerke mit den nötigen Gasmengen beliefern, Speicher stärker anbinden und Engpässe in den Nord-Südverbindungen beseitigen. Vorausgegangen war dem Netzentwicklungsplan ein erster Entwurf im Herbst letzten Jahres, die Erstellung eines Szenariorahmens und eine intensive Diskussion mit verschiedenen Markteilnehmern.
Über den aktuellen Stand des Netzausbaues können sich alle Interessierten ab sofort auf der neuen Internetseite www.netzausbau.de informieren. Das Angebot der Bundesnetzagentur ermöglicht es nach eigener Aussage, aktiv am Prozess des Netzausbaus teilzunehmen. So könnten beispielsweise Bürger Auskunft finden, ob in der eigenen Gegend eine neue Leitung geplant ist und wie sie Einfluss auf die laufenden Planungen nehmen können.