Der Verbrauch an Erdgas in Deutschland ist nach Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) im ersten Quartal 2010 um rund sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Gründe für diese Entwicklung liegen im langen Winter und an der gestiegenen Nachfrage von Industrieunternehmen.
Auch die Zahlen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) geben diese Entwicklung wieder. Die deutschen Erdgasimporte lagen im Monat März 2010 mit 362.302 Terajoule um 46,2 % über der entsprechenden Menge des Vorjahresmonats (247.875 Terajoule). Im Zeitraum Januar bis März 2010 lagen die Erdgasimporte mit 1.082.426 Terajoule um 29,9 % über der entsprechenden Menge der Referenzperiode Januar bis März 2009 (833.552 Terajoule).
Im ersten Quartal 2010 waren die Russische Föderation (429.227 Terajoule), Norwegen (345.128 Terajoule) und Niederlande (291.443 Terajoule) die größten Erdgaslieferanten. Der Wert der Erdgaszugänge aus russischen, niederländischen, norwegischen, dänischen und britischen Fördergebieten betrug im Berichtszeitraum 5,7 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 6,7 Milliarden Euro.
Der durchschnittliche Grenzübergangspreis ist im ersten Quartal 2010 im Vergleich zur Referenzperiode um 33,9 % von 7.990,96 Euro auf 5.280,83 Euro pro Terajoule Erdgas gesunken. Der Grenzübergangspreis ist der Preis für Erdgas an der deutschen Grenze. Mit einer gewissen Zeitverzögerung folgt er den Preisen für Mineralöl.
Quellen: www.bafa.de, www.bdew.de