Holzindustrie

    25.01.2011
     
    Die deutsche Holz- und Möbelindustrie ist mit ihren rund 202.000 Beschäftigten und 2.500 Betrieben mit mehr als 20 Mitarbeitern eine mittelständisch strukturierte Branche. Die Holzbearbeitung produziert den Grundstoff bzw. die Produktionsgüter und ist in die Wirtschaftszweige „Säge-, Hobel- und Imprägnierwerke“ und „Herstellung von Halbwaren aus Holz“ untergliedert. Die Wirtschaftsgruppe Holzverarbeitung produziert dagegen Verbrauchsgüter und vereint einen Großteil aller Lieferungen der Holzbearbeitung auf sich. Im Jahr 2008 musste die gesamte Holzindustrie einen Umsatzrückgang in Höhe von 0,8 Prozent auf 39,2 Mrd. Euro gegenüber 39,5 Mrd. Euro im Jahr 2007 hinnehmen. Die Möbelindustrie als größter Bereich dieser Branche verzeichnete dagegen ein Umsatzplus von 4,1 Prozent auf 20,3 Mrd. Euro.

    In der Holzindustrie lassen sich vier energierelevante Fertigungsprozesse unterscheiden: mechanische Bearbeitung von Holz (z. B. Sägen, Hobeln, Pressen), häufig mit Erdgas ermöglichte thermische Bearbeitung (z. B. Dämpfen, Trocknen), Absaugen von Spänen, Staub, Lösungsmittel und Abgasen sowie veredelnde Bearbeitungsschritte wie Imprägnieren und Lackieren.

    Neben dem Einsatz von energiesparenden Maschinen empfiehlt die Energieagentur NRW folgende Energieeffizienzmaßnahmen für holzverarbeitende Unternehmen:

    Holztrocknung

    • Vortrocknung von Holz im Freien,
    • Anpassung der Leistung von Ventilatoren an die Holzfeuchte,
    • Langsame Aufheizung der Trockenkammer,
    • Beheizen der Trockenkammer mit Restholz (Verschnitt),
    • Einbindung der Trocknungsanlagen in die betriebliche Spitzenlastregelung.

    Absauganlagen

    • Konsequente Schließung des Schiebers zu still stehenden Maschinen,
    • Abschaltung nicht benötigter Absauganlagen,
    • Verwendung von Hochleistungsventilatoren,
    • Reduzierung der Drehzahl,
    • Rückführung von abgesaugter Luft,
    • Minimierung von Krümmungen in den Rohrleitungen.

    Lackieranlagen

    • Abschaltung der Spritzkabinen-Abluftanlagen in den Arbeitspausen,
    • Minimierung des Zerstäubungsdrucks,
    • Nutzung von Zuluft für Lackierräume aus anderen Bereichen,
    • Optimierung der Ausrichtung von Infrarot- und UV-Strahlern.

    Häufig amortisieren sich notwendige Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz bereits nach einem Jahr.

    Quelle: www.hdh-ev.de, www.holzindustrie.at, www.ea-nrw.de
     
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