Die Suche nach unkonventionellem Erdgas stößt auch außerhalb Deutschlands auf zunehmenden Widerstand, wie der Energie Informationsdienst berichtet. So haben sich in der südafrikanischen Trockenregion Karoo Farmer gegen Suchbohrungen gewandt, da sie eine Gefährdung ihrer Wasserversorgung befürchten. In Frankreich wurde das Abteufen einer Suchbohrung durch das Umweltministerium vorerst gestoppt. Der Grund: Das eingesetzte Frac-Verfahren, bei dem hoher Druck, Wasser und ein geringer Chemikalienanteil zum Aufbrechen von Erdschichten eingesetzt wird, soll erst von einer Kommission auf seine Umweltauswirkungen überprüft werden. Und in den USA verlangen, so der Energie Informationsdienst weiter, Aktionäre von Öl- und Gasgesellschaften Aufklärung über mögliche Risiken dieser Technologie. Für den weiteren Erfolg von Probebohrungen und die spätere Förderungen kommt es ganz entscheidend auf die Akzeptanz in der Bevölkerung an. Bisher hat die Förderung unkonventionellen Erdgases in den USA zur fast vollständigen Unabhängigkeit von Erdgasimporten geführt. Sollte sich das „Stimmungsbild“ weltweit grundlegend ändern, dürfte das zu steigenden Energiepreisen führen.