Ende September ist in Rotterdam der LNG-Terminal „Gate Terminal“ offiziell in Betrieb genommen worden. Er verfügt über eine Importkapazität von bis zu zwölf Milliarden Kubikmeter. Bei LNG handelt es sich um Erdgas, das auf über minus 162 Grad Celsius herunter gekühlt und dadurch verflüssigt ist. Nach der Anlandung in Rotterdam wird das LNG wieder in einen gasförmigen Zustand umgewandelt und per Pipeline in die nordwesteuropäischen Märkte gebracht. Dabei werden aus einem Kubikmeter LNG rund 600 Kubikmeter Erdgas. Wichtige Lieferländer sind Katar, Indonesien und Algerien. In Westeuropa bestehen bereits über 30 Terminals für LNG-Anlandungen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage in Rotterdam wird die Versorgungssicherheit weiter ausgebaut. Gleichzeitig bieten sich für den Erdgashandel und Großverbraucher neue Einkaufsoptionen.