Logistikpreis

    02.11.2010
     
    sehr innovativ sind, zeigt das Beispiel der Nord Stream AG. Das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Zug wurde von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) im Rahmen des 27. Deutschen Logistik-Kongresses mit dem Deutschen Logistikpreis 2010 ausgezeichnet. Die Jury prämierte die Logistik der Nord-Stream-Gaspipeline, die vom russischen Wyborg durch die Ostsee bis nach Lubmin bei Greifswald in Deutschland verlaufen wird.

    Der Vorsitzende der Jury, Hans-Olaf Henkel, begründete die Preisverleihung an das Projekt mit den gigantischen Ausmaßen erstens mit der Minimierung der Materialflüsse durch die Verlagerung der Produktionsschritte an den Anfang und das Ende der Großbaustelle. Zweitens sorgt der Infrastrukturausbau in den Häfen für eine optimale Nutzung der Verkehrswege und eine Minimierung des Umschlags. Drittens reduzieren kurze Wege den Baustellenverkehr und die Emissionen. Schließlich läuft die Materialversorgung bislang fehlerfrei und ohne Stillstand.

    Aufgabe der Nord Stream AG ist es, eine Gaspipeline durch die Ostsee zu planen, zu bauen, zu betreiben und so die russischen Erdgasvorkommen mit dem europäischen Gasleitungsnetz zu verbinden. Die Ostseepipeline wird aus zwei parallelen Leitungen von jeweils 1.224 Kilometern Länge bestehen. Der erste Strang, der 2011 fertiggestellt sein soll, hat eine Transportkapazität von rund 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr. 2012 folgt dann die zweite Leitung mit einer Verdoppelung der Transportkapazität.

    Quelle: www.bvl.de
     
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