Monitoringbericht 2010

    07.12.2010
     

    Die Bundesnetzagentur hat in ihrem soeben für 2010 veröffentlichten Monitoringbericht dokumentiert, dass sich die Wettbewerbsbedingungen auf dem deutschen Gasmarkt nachhaltig verbessert haben. Seit der Liberalisierung des Gasmarktes im Jahr 2006 hat die Bundesregierung weitreichende Veränderungen getroffen, um die Wettbewerbsbedingungen zu verbessern. Bisher wurden die meisten strukturellen und ordnungspolitischen Maßnahmen nur schleppend umgesetzt. Ein entscheidender Durchbruch gelang mit der Halbierung der Marktgebiete von zwölf auf nunmehr sechs.

    Auf dem bisher so zersplitterten Markt war es für neue Anbieter kaum möglich, mit eigenen Angeboten zu starten. Mit Gaspool und NetConnect Germany sind nun zwei Marktgebiete entstanden, die für einen ausgewogenen Wettbewerb groß genug sein dürften. Der Handel wurde an diesen beiden wichtigen Handelspunkten nachhaltig belebt. Von den strukturellen Veränderungen haben vor allem die Großhandelsmärkte profitiert. Darüber hinaus hat das im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise entstandene Überangebot an Gas zu deutlich höheren Handelsmengen geführt. Deutschland hat sich in Europa zu einem der liquidesten Handelsplätze entwickelt. Laut Bundesnetzagentur lagen im vergangenen Jahr die Spotmarktpreise unter den Grenzübergangspreisen. Händler, die eine flexible Beschaffungsstrategie verfolgen, konnten Gas zu besseren Konditionen kaufen und haben den Markt nachhaltig unter Druck gesetzt.

    Quelle: Bundesnetzagentur

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