Die Versorgungssicherheit im deutschen Gasnetz lag im vergangenen Jahr erneut auf einem hohen Niveau. Dies bestätigte unlängst die Bundesnetzagentur. Nach Angabe der Bonner Behörde betrug die durchschnittliche Versorgungsunterbrechung je angeschlossenem Endverbraucher im Jahr 2011 lediglich 1,993 Minuten. Gleichzeitig betonte die Bundesnetzagentur, dass ein leistungsfähiges und gut gewartetes Erdgasnetz im Rahmen der Energiewende einen hohen Stellenwert besitze. Etwaige Spekulationen, dass es mit der Einführung der Anreizregulierung 2009 zu einer qualitativen Verschlechterung der Gasversorgungsnetze kommen könnte, hätten sich damit nicht bestätigt.
Zum Hintergrund: Die Gasnetzbetreiber müssen der Bundesnetzagentur bis zum 30. April eines jeden Jahres einen Bericht über alle in ihrem Netz aufgetretenen Versorgungsunterbrechungen vorlegen. Daraus ermittelt die Bundesnetzagentur einen Jahresdurchschnittswert. Er umfasst alle ungeplanten Unterbrechungen, die auf Einwirkungen Dritter, auf Rückwirkungen aus anderen Netzen oder auf andere Störungen im Bereich des Netzbetreibers zurückzuführen sind.