Nach massiven Protesten aus der Energiewirtschaft ist die Bundesnetzagentur zurückgerudert. Ursprünglich hatte die Bonner Agentur geplant, die Obergrenze für die Rendite aus Investitionen in den dringend notwendigen Ausbau der Gas- und Stromnetze in der nächsten Regulierungsperiode von 9,29 auf 8,2 Prozent zu senken. Nun soll die Eigenkapitalrendite laut Aussage der Bundesnetzagentur 9,05 Prozent vor der Körperschaftsteuer betragen. Für Altanlagen wurde die Eigenkapitalrendite auf 7,14 Prozent festgelegt. Die neuen Zinssätze gelten für die Betreiber von Gasnetzen ab dem 1. Januar 2013, für die Stromnetzbetreiber ab 1. Januar 2014. In der Branche ist zu hören, dass die tatsächliche Verzinsung zwischen 4 und 4,5 Prozent liegen soll, da der „Return“ auf die Investitionen in der Regel erst mit einem mehrjährigen Verzug erfolgt.