Speicherkapazität steigt

    22.03.2010
     
    Nach Angaben des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG) sollen die Kapazitäten der deutschen Erdgasspeicher in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden. Die Erweiterung ist künftig auch aufgrund der neuen Nord-Stream-Pipeline notwendig, die derzeit gebaut wird. Mit 20,5 Mrd. m3 hat Deutschland innerhalb der EU die größten Speicherkapazitäten. Rund 20 Prozent der deutschen Produktion können gespeichert werden.

    Zur Erdgasspeicherung stehen aktuell 23 Porenspeicher in ehemaligen Erdöl- und Erdgasfeldern und 169 Kavernen in Salzstöcken zur Verfügung. Die größten Porenspeicher befinden sich in Niedersachsen (Rheden und Dötlingen). Geplant ist ein Ausbau der Speicherkapazität im Arbeitsgasvolumen von 1,8 Mrd. m3. Zusätzlich werden 33 Kavernen mit mehr als 2 Mrd. m3 Arbeitsgasvolumen gebaut.

    Kavernen haben im Vergleich zu Porenspeichern den Nachteil der geringeren Aufnahmekapazitäten, dagegen aber den Vorteil, dass sie Gas schneller bereitstellen können. Weil der Druck in den deutschen Erdgasfeldern sinkt, müssen auch neue Verdichterstationen gebaut werden.

    Laut WEG wird die Erschließung neuer Erdgasreserven in Deutschland zunehmend schwieriger. Neue Gasquellen gibt es z. B. im Wattenmeer. Auch ist es möglich, mithilfe der „3-D-Seismik“ Gas in tieferen Erdschichten zu orten und zu erschließen. Die Kosten für die Erschließung dieser auch „Tight Gas“ genannten Ressourcen sind jedoch beträchtlich.

    Quelle: Wirtschaftsverband Erdöl- und Erdgasgewinnung (WEG)
     
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